Diakonie Wuppertal - Besser ankommen ohne Gewalt

UnsereHaltung

Unsere Haltung in der Beratung

Unseren Ansatz von Gewaltberatung verstehen wir als Gewaltprävention. Professionelle Gewaltberatung verhindert zukünftige Gewalt und ihre Auswirkungen für Täter, Opfer und Gesellschaft. Die Erreichung der Ziele, die in der Arbeit mit gewalttätigen Personen erreicht werden sollen, sind abhängig von der Grundhaltung, mit denen wir ihnen als Berater gegenüber treten:

Gewalttäter und Gewalttat
Wir lehnen die Handlung der Gewalt ab, aber nicht die Person, die sie ausgeübt hat.
Die Person des Täters / der Täterin wird als Ganzes betrachtet, mit seiner Gewalt genauso wie mit seinen Ressourcen und liebevollen Seiten.

Respekt und Wertschätzung
Menschen lernen die Grenzen anderer zu achten, wenn Sie erfahren, dass mit ihren Grenzen achtsam umgegangen wird. Wir behandeln jede Person mit Respekt und Wertschätzung und lehnen “pseudo-therapeutische” Methoden, die Klienten in irgendeiner Form bloßstellen und ihre Grenzen verletzten konsequent ab.

Ressourcen
Um Veränderungen in Verhalten und Einstellung zu ermöglichen, setzen wir an den Ressourcen unserer Klientel an. Unsere Erfahrung zeigt, dass jeder Mensch die Fähigkeiten in sich trägt, um sich zu entwickeln und Probleme zu lösen. Jede Person trägt die Verantwortung für sein Verhalten und hat die Möglichkeit sich für oder gegen gewalttätiges Handeln zu entscheiden. Ein Ziel der Beratung ist es, die eigenen Ressourcen (neu) kennenzulernen und für ein gewaltfreies Leben zu nutzen.

Motivation
Gewalttätige Menschen sind für Beratung motivierbar. Sie müssen nicht per se zur Beratung gezwungen werden. Sie haben Sehnsüchte, Wünsche und Bedürfnisse. Häufig zerstören sie mit ihrer Gewalt das, was sie sich am meisten wünschen, nämlich Nähe, Vertrauen, Kontakt und Beziehung. Unsere Klientinnen / Klienten lernen zu verstehen, (in) wie (weit) sie davon profitieren können, wenn sie ihr gewalttätiges Verhalten beenden. Es geht nicht nur um die Abwendung negativer Konsequenzen (z.B. Strafverfolgung), sondern auch um die Steigerung der eigenen Lebensqualität und die Erfüllung eigener Wünsche in Sehnsüchte durch ein gewaltfreies Leben.

System und Umfeld
In der Beratung mit gewalttätigen Jungen und Mädchen beziehen wir, wenn möglich, das familiäre Umfeld mit ein, denn:

  • das familiäre Umfeld kann auf dem Weg von Veränderungen eine große Unterstützung sein.
  • das familiäre Umfeld ist von der Gewalt betroffen und hat Klärungsbedarf.