Lea Schüller enthüllte in der Schlussphase der Europameisterschaft 2025 etwas ebenso Persönliches wie Beeindruckendes: ihre Beziehung zur Italienerin Martina Piemonte. Da beide am selben Turnier teilnehmen, schockierte diese Nachricht nicht nur ihre Fans, sondern berührte auch andere Sportler.

Kurz vor dem Eröffnungsspiel gegen Polen verriet die deutsche Nationalstürmerin mit erstaunlicher Offenheit, dass sie seit einigen Monaten mit Piemonte zusammen ist. Auch die italienische Angreiferin, die zuletzt in 26 Spielen für Lazio Rom 19 Tore erzielte, steht im EM-Kader. Ihre Karriere führte sie zu namhaften Vereinen wie Everton, dem FC Sevilla und dem AC Mailand, was ihre internationale Erfahrung unterstreicht.
| Name | Lea Schüller |
|---|---|
| Geburtsdatum | 12. November 1997 |
| Geburtsort | Tönisvorst, Deutschland |
| Nationalität | Deutsch |
| Beruf | Profifußballerin |
| Aktueller Verein | FC Bayern München |
| Position | Stürmerin |
| Nationalmannschaft | Deutschland (DFB-Frauen) |
| Tore für Deutschland | 52 in 75 Spielen |
| Partnerin | Martina Piemonte |
| Frühere Partnerin | Lara Vadlau |
| Bekannt durch | EM 2022, Bundesliga-Torjägerin |
| Quelle |
Besonders überraschend war die Tatsache, dass diese Beziehung bereits online angedeutet wurde. Schüller teilte auf Instagram Urlaubsbilder aus Ibiza, die während einer erholsamen Auszeit entstanden waren. Abseits des öffentlichen Trubels war das Paar auf einem dieser Bilder grinsend in einem Hotelflur zu sehen. Diese visuelle Transparenz wirkte besonders menschlich, fast schüchtern, war aber auch unmissverständlich in ihrer Aussage: „Wir gehören zusammen.“
Aber es ist nicht nur der Austausch zwischen zwei versierten Profisportlern, der diese Verbindung so bemerkenswert macht. Es ist die Tatsache, dass sie sich trotz der Publicity entschieden, ihren wahren Weg zu gehen. Hier zeigt sich eine zurückhaltendere Natürlichkeit, im Gegensatz zu vielen prominenten Beziehungen, die häufig strategisch kommuniziert werden. Ein mutiger Schritt in einem Umfeld, in dem konservative Strukturen immer noch ein Problem darstellen.
Neben ihrer gemeinsamen Liebe zum Fußball verbindet Piemonte und Schüller auch kleine Bräuche. Das gemeinsame Ziel zu feiern, wie zum Beispiel mit dem rechten Zeigefinger an die Schläfe zu klopfen, hat sich zu einem liebevollen Zeichen der Anerkennung entwickelt. Piemonte nutzte diese Geste zunächst als Ausdruck von Stärke und Intelligenz, doch heute hat sie eine neue emotionale Bedeutung. Auch wenn sie sich auf dem Spielfeld gegenüberstehen, symbolisiert sie Solidarität, Respekt und Unterstützung.
Ein solches Spiel könnte im Halbfinale der Europameisterschaft 2025 stattfinden. Deutschland und Italien müssten dafür in ihrer jeweiligen Gruppe – in anderer Reihenfolge – den ersten und zweiten Platz belegen. Sollte dies passieren, gäbe es einen spannenden sportlichen Moment: ein spannendes Spiel, bei dem persönliche Emotionen und berufliche Ziele aufeinanderprallen.
Schüller bewahrt jedoch seine Professionalität. In Interviews legt sie Wert darauf, Privat- und Berufsleben zu trennen. Sie sieht ihre Beziehung als stabilisierende Stütze und möchte nicht, dass sie ihre sportliche Leistung beeinträchtigt. Aufgrund ihrer ähnlichen Lebenserfahrungen haben die beiden ein tieferes Verständnis füreinander, was sie sowohl mental als auch persönlich besonders stärkt.
Die Gesellschaft wird bereits von dieser Beziehung beeinflusst. Schüller und Piemonte gelten bei jungen Fans als Vorbilder. Durch ihre Transparenz werden Barrieren abgebaut und queere Menschen im Spitzensport sichtbarer. Ihre Geschichte stellt für viele eine neue Normalität dar. Während Schüller und Piemonte bereits Beispiele für Normalität sind, fällt es anderen Spielern noch schwer, sich zu outen.
Die deutsche Sportgemeinde zeigte dem Paar große Anteilnahme. Medienberichte, die sonst oft zu Skandalen führen, fallen bemerkenswert zurückhaltend aus. Das liegt wohl daran, dass sich Schüller über die Jahre als durchweg disziplinierte Spielerin erwiesen hat. Besonders glaubwürdig ist sie, weil ihre Karriere ohne größere Skandale kontinuierlich auf hohem Niveau voranschritt.
Auch die Reaktionen in den sozialen Medien waren durchweg positiv. Kommentare wie „Liebe kennt keine Grenzen“ und „Endlich ein ehrliches Paar im Profifußball“ zeigen, dass die Öffentlichkeit offen für neue Geschichten ist. Es wird mittlerweile eher als Bereicherung eines traditionellen Sports denn als Provokation wahrgenommen, wenn Liebe sichtbar auf Augenhöhe gelebt wird.
Martina Piemonte ist nicht nur die Partnerin eines Stürmers der deutschen Nationalmannschaft, sondern verfügt auch über einen starken sportlichen Hintergrund. Seit ihrem Nationalmannschaftsdebüt 2014 hat sie sich kontinuierlich verbessert. Schüller schätzt zudem ihre technische Kompetenz, ihre körperliche Stärke und vor allem ihre mentale Stärke. Gemeinsam repräsentieren sie die nächste Generation von Athletinnen und Athleten, die Leistungsbereitschaft mit emotionaler Stärke verbinden.
Solche Beziehungen vermitteln eine starke Botschaft in einem Sportumfeld, das immer inklusiver wird. Verbände, Sponsoren und Medien tolerieren queere Repräsentation nicht mehr nur, sondern sehen sie zunehmend als positive Ergänzung zur Identität eines Teams. Diese neue Sichtweise bietet jungen Sportlerinnen auf der Suche nach Vorbildern Orientierung.